USA 2012 – Teil 3 – Las Vegas

Nach unserem besuch im Bryce Canyon NP ging es gleich weiter nach Las Vegas, wo wir schon von Deutschland aus eine Nacht im Bellagio mit Seeblick gebucht hatten. Die Fahrt war über die Interstate noch recht unspektakulär, die Ankunft dafür umso aufregender. Das Hotel wurde schnell gefunden und nach unserem Check-In haben wir unser Zimmer im 25. Stockwerk des Bellagio mit Seeblick aufgesucht und waren begeistert. Solch einen Ausblick hat man wirklich nur selten und es war mal ein komplettes Kontrastprogramm zu unserem Camping im Monument Valley. Kurz danach ging auch schon unsere erste Wasserfontänen Show vor unserem Fenster los… Wasserfontänen, welche zur Musik spielen und bis zu 140 Meter in die Höhe schießen… das haben wir bisher noch nicht gesehen. Anbei ein Video der Fontänen aus unserem Hotelzimmer zu “Viva Las Vegas”.

Da man Las Vegas nicht ohne einen Besuch einer Shop verlassen kann haben wir uns gleich nach einer passenden Show umgeschaut und siehe da… David Copperfield ist gerade in der Stadt.. also auf zum MGM Grand Hotel und die letzten Tickets in der vierten Reihe gehörten uns. Die Shop war beeindruckend, auch wenn der Magier schon etwas in die Jahre gekommen ist… seine Tricks hat er immer noch drauf und er versteht es das Publikum zu überraschen.

Am nächsten Tag haben wir dann erstmal richtig ausgeschlafen und sind dann durch die Stadt bummeln gegangen. Bei der Hitze von über 40 °C waren wir froh durch die klimatisierten Einkaufszentren zu gehen. Abends haben wir dann Kim und Ciara getroffen, welche ich letztes Mal auf der Isla Navarino in Chile gesehen hab. Es war schön die beiden mal wieder zu treffen und über das vergangene Jahr zu reden. Und Sepp… viele Grüße von den beiden an dich :).

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Grüße aus Las Vegas
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USA 2012 – Teil 2 – Arches und Bryce Canyon National Park

Im Monument Valley haben wir (auf Basis des Covers unseres Reiseführers) entschieden, am nächsten Tag in den Arches National Park zu fahren und dort das Wahrzeichen des Bundesstaates Utah (den Delicate Arche) anzuschauen. Wir sind also morgens recht früh aufgebrochen um die mehrstündige Fahrt an dem Tag machen zu können. So gegen 12 Uhr trafen wir im Arches National Park ein, welcher neben dem großen Delicate Arche noch viele weitere interessante Gesteinsformationen zu bieten hatte. Hier haben wir dann wieder festgestellt wie klein die Welt eigentlich ist… wir wurden von zwei Jungs angesprochen, ob wir ein Foto machen könnten… es hat sich herausgestellt, dass diese beiden aus Bouch und Großheppach (beides Umgebung Waiblingen) kamen. Generell sind uns sehr viele Deutsche aufgefallen.

Wie auch im Monument Valley wird hier empfohlen viel zu Trinken mitzunehmen, da man kaum Schatten findet und die Temperaturen leicht über 40°C steigen. Besonders der Aufstieg zum Delicate Arch geht über einen großen steinigen Bergrücken, auf welchem man keinen Schatten findet. Wir hab ca. 1,5 Stunden für den Aufstieg gebraucht und waren dann froh oben etwas Schatten zu finden. Außerdem wurden wir oben mit einem wunderbaren Ausblick auf das umliegende Gebiet belohnt.

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Oben am Delicate Arche haben wir einen Deutschen und mehrere Schweizer getroffen, welche uns empfohlen haben zum Bryce Canyon National Park zu fahren, wenn wir schon hier oben in Utah wären. Diesem Rat sind wir dann auch gefolgt und haben uns am Abend gleich auf die ca. 4,5 Stunden lange Fahrt zum Bryce Canyon gemacht. Nach ca. 2 Stunden waren wir allerdings vom Tag so müden (wir sind am Morgen aus dem Monument Valley losgefahren), dass wir an einer Raststätte für die Nacht angehalten haben. Am nächsten Morgen nach einem ausführlichen Frühstück bei Dennys gings dann wir restlichen Stunden weiter zum Bryce Canyon.

Gegen Mittag sind wir dann hier angekommen und konnten von oben aus den Canyon mit seinen besonderen Felsformationen anschauen. Für eine Wandertour runter in den Canyon hatten wir leider keine Zeit, da wir Abends schon das Hotel in Las Vegas gebucht hatten und wir weitere vier Stunden dahin fahren mussten. Wir haben also die nächsten drei Stunden die verschiedenen Aussichtspunkte im Bryce Canyon NP angefahren um hier aus verschiedenen Blickwinkelnd die Attraktionen des Canyons anzuschauen. Anschließend gings dann weiter nach Las Vegas.

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Grüße aus dem Bryce Canyon
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USA 2012 – Teil 1 – Ankunft und Monument Valley

Hallo zusammen,

hier möchten Betti und ich euch die nächsten Tage auf dem Laufenden unserer USA Tour 2012 durch den Südwesten der USA halten. Wir werden versuchen regelmäßig Berichte zu schreiben, so dass ihr hier auf dem Laufenden bleiben könnt.

Angefangen haben wir unsere Tour mit einem recht langen Flug von Stuttgart über London nach Phoenix (ca. 16 Stunden Reisezeit). Als wir in Phoenix dann Nachmittags lokaler Zeit angekommen sind, haben wir das vorher reservierte Mietauto abgeholt (es wurde ein weißer Hyundai Santa Fee) und sind zum bereits aus Deutschland reservierten Hotel gefahren. Die ersten Meilen auf den Straßen der USA waren etwas gewöhnungsbedürftig (Schilder und Ampeln sind anders als in DE aufgestellt), aber wir haben uns recht schnell zurecht gefunden. Da die Autovermietung 10 USD pro tag für ein Navi wollte, haben wir uns kurzerhand eines gekauft, da dies nur die Hälfte des Mietpreises ausgemacht hat. Dies lohnt sich generell ab einer Mietdauer von ca. 10 Tagen.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann gleich auf den Weg zum Monument Valley gemacht, wo wir dann auch Nachmittags gegen 18 Uhr angekommen sind (Stau + ziemlich weitere Strecke). Dort angekommen gings gleich auf den Campingplatz um einen Zeltplatz für zwei Nächte zu buchen. Wir haben uns für das Zelten entschieden weil die Preise in den Motels im Monument Valley eigentlich kaum zu bezahlen sind und wir sowieso campen wollten. Nachdem wir das Zelt aufgebaut und uns im lokalen Markt mit einigen Sachen eingedeckt hatten gings dann auch schon wieder zurück zum Zelt, wo wir recht schnell eingeschlafen sind (Jet-Lag und so… *g*).

Dafür waren wir dann am nächsten Morgen schon sehr früh wach, so dass wir uns gleich um kurz nach 6 Uhr auf den Weg in den Monument Valley Stammes-Park der Navajo Indianer gemacht (das Monument Valley ist kein Nationalpark, da es im Gebiet der Navajo Indianer liegt und diese den Park selber verwalten). Leider hat das Wetter nicht so recht mitgespielt, so dass uns der Sonnenaufgang verregnet wurde. Gegen 7 Uhr haben wir uns dann entschlossen selbstständig nicht geteerte Rund-Straße durch das Monument Valley zu fahren und nicht an einer Tour teilzunehmen. Im nachhinein war dies die absolut richtige Entscheidung, da wir so viel mehr Zeit für die Stellen hatten, welche uns gefallen haben, und außerdem noch einiges an Geld sparen konnten (150 US$ pro Person hätte eine Tagestour gekostet). Also sind wir dann selber mit unserem SUV die Straße langsam gefahren (schnell gings bei den vielen Schlaglöchern und Steinen auf der Straße nicht). Die Route ist sehr gut beschildert und man kann sich nicht verfahren- Wir hatten Glück, dass wir so früh losgefahren sind, dann später kamen die ganzen anderen Touris und die Straße wurden dann echt eng.

Nach unserer sehr eindrucksvollen ersten Tour sind wir mit einem kleinen Abstecher zu einem anderen kleineren Park wieder zum Zeltplatz zurück gefahren, habe uns hier einen Film über das Monument Valley und den ersten Teil eines John Wayne Westerns angeschaut, welcher seine Filme sehr oft im Monument Valley gedreht hat, und sind dann erschöpft wieder ins Zelt schlafen gegangen. Ab Abend haben wir dann auch eine erste Umstrukturierung der Reiseroute beschlossen und haben den Arche National Park mit aufgenommen, welcher am nächsten Tag unser Ziel sein sollte.

 

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Grüße aus dem Monument Valley
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Besteigung des Cerro Tocco (5.604m) und chilenisches Altiplano

Nach zwei Tagen Rast in San Pedro de Atacama, welches wegen seiner vielen Hunde auch den Spitznamen San Perro (span. Hund) de Atacama hat, haben wir heute unsere geplante Besteigung des Cerro Tocco in angriff genommen.

Kurz vor sieben Uhr morgens hat uns hierzu ein privater Fahrer mit seinem Geländewagen abgeholt und uns zum Berg gefahren. Da dieser direkt an der Straße nach Argentinien / Bolivien liegt kamen wir schnell hin. Auch ist dies ein ziemlich leichter Berg, da man bis auf ca. 5.100m mit dem Auto hoch fahren kann (wenn man die Straßen kennt und ein geländefähiges Fahrzeug besitzt). So gegen 8:30 Uhr haben wir dann den Aufstieg in Angriff genommen. In dieser Höhe muss man sich erst daran gewöhnen wirklich langsam zu laufen, da man sonst sehr schnell außer Puste gerät. Bekannter weise ist das langsame Laufen weder Sepps, noch meine Stärke *g*.

Der Aufstieg erfolgte ohne Probleme. Lediglich ein mal sind wir in ein Eisfeld geraten und mussten dieses queren um wieder auf den Weg zu kommen.

Nach ca. 1,5 Stunden standen wir nun bei strahlendem Sonnenschein auf dem Gipfel des Cerro Tocco auf 5.604m und konnten die Aussicht in alle Himmelsrichtungen genießen. Der Wind wehte sehr stark dort oben und es war bitter kalt. Um uns aufzuwärmen mussten wir aber nur etwa 2m absteigen und uns in den Windschatten des Berges stellen. Dort war es dann durch die Sonne schön warm.

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Grüße vom Cerro Tocco – Sigi

Grüße von Cerro Tocco – Sepp

Nach einem recht zügigen Abstieg sind wir dann mit unserem Fahrer noch ins chilenische Altiplano gefahren und konnten hier einige Lagunen besichtigen, welche man nur sehr schwer als Touri erreicht.Auf dieser Strecke waren wir die einzigen Touristen und generell haben wir in den 4 Stunden kaum jemand begegnet. Lediglich ein paar Vicunias haben uns vom Wegesrand beobachtet.

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Altiplano, Lagunen und Salar de Uyuni in Bolivien

Hier in San Pedro de Atacama sollte unsere erste Tour in Richtung Bolivien gehen. Wir haben bei Colque Tours, alten Bekannten von Sepp, eine dreitägige Tour ins bolivianische Altiplano, den verschiedenen Lagunen dort und dem Salzsee Salar de Uyuni gebucht.

Am ersten Tag wurden wir so ca. 9 Uhr mit einem Bus von San Pedro de Atacama zur bolivianischen Grenze Gebracht, wo auch alles reibungslos ablief. Ab hier wurden nun alle Touristen auf Jeeps verteilt, welche mit 4-7 Mitglieder + Fahrer besetzt waren. Unser Fahrer war Miguel, ein 22 jähriger Bolivianer aus Uyuni, welcher seit seinem 18ten Lebensjahr als Fahrer bei verschiedenen Organisationen arbeitet.

Als erstes mussten wir die Grenze zu Bolivien überqueren, was ohne Probleme geschah. Dann haben wir an der Laguna Blanca, unserer ersten Lagune auf dem Trip, ein gutes Frühstück bekommen. Anschließend ging es weiter in Richtung Laguna Verde, einer Lagune welche in einer grünlichen Farbe strahlt. Weiter ging es zum Campo Salvador Dali, wo es herrliche Farben und Gesteinsformationen zu bewundern gab.

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An der Laguna de Chalviri gab es danach einen Pool mit warmen Wasser, welches direkt aus dem Boden kam. Das Wasser war hier 36°C warm, also richtig angenehm und wir haben ein Fußbad genossen. Weiter ging es dann zu dem Geysiren am Sol de Manjana, welche kräftig vor sich hin gebrodelt und geraucht haben. Als letzte Etapp des Tages stand nun die Laguna Colorada auf dem Programm, an der wir dann auch die Nacht verbracht haben.

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Die Nacht war dort oben auf ca. 4.300m recht frisch und fließend Wasser hat es auch nicht gegeben.

Am nächsten Tag ging es dann weiter über verschiedene Lagunen, Gesteinsfelder bis hin nach Alota, wo wir Lama-Fleisch zu Mittag bekommen haben. Auf dem Weg nach Uyuni haben wir nochmals an einem großen Steinfeld mit besonderen Gesteinsformationen angehalten.

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Die Nacht in Uyuni verbrachten wir in einem Hotel, welches Zweibettzimmer und warme Duschen hatte, also ein purer Luxus in Bolivien.

Am Morgen ging es denn zum Eisenbahnfriedhof in Uyuni, auf welchem die Eisenbahnen verrosten, welche vor über 100 Jahren Salz nach Calama und Antofagasta transportiert haben. Anschließend folgte der Höhepunkt der Tour, die Fahrt auf den Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Welt.

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Anschließend ging es dann für uns wieder zurück nach Alota, wo wir die Nacht verbrach haben, um morgens früh um 4 Uhr wieder in Richtung San Pedro de Atacama zu fahren.

Der ganze Trip war für uns ein voller Erfolg und wir haben viele neue Eindrücke gesammelt.

Viele Grüße,

Sepp und Sigi

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5.500km mit dem Bus auf der Panamerikana

Da wir unsere Reise im südlichen Teil Südamerikas abgeschlossen hatten, wollten wir nun in den Norden von Chile, um dort unsere geplanten Ziele anzugehen. Leider stellte sich heraus, dass ein Flug vom Süden in den Norden Chiles pro Person etwas über 300€ kosten würde, was uns zu viel war. So ist Sepp auf die Idee gekommen, die ganze Strecke mit dem Bus auf der Panamerikana abzufahren. Gesagt, getan!


Größere Kartenansicht

Den ersten Teil auf der Panamerikana hatten wir schon hinter uns, die Fahrt von Punta Arenas nach Puerto Natales (wo wir in den Torres del Paine Nationalpark gegangen sind) und die Fahrt von Puerto Natales nach El Calafate in Argentinien (wo wir den Perito Moreno Gletscher besucht haben). Der Großteil der etwa 5.500km langen Strecke hatten wir aber noch vor uns.

Richtig gestartet hat das Abenteuer „Busfahrt“ mit der Fahrt in Argentinien von El Calafate nach Rio Gallegos. Da der Bus erst um 3:00 morgens abfuhr, mussten wir auf dem Busbahnhof die halbe Nacht verbringen. Zum Glück war er gut beheizt und wir konnten auf den Bänken bequem sitzen. Hinlegen war aber nicht erlaubt, da der aufmerksame Wächter einen sofort freundlich aufgefordert hat sich aufzusetzen.

Kurz vor 3:00Uhr kam dann auch der Bus und wir konnten unser Gepäck einladen und in dem oberen Teil des Buses auf unseren reservierten Plätze hinsetzen. Die Sitze waren überraschend bequem, obwohl wir nur die niedrigste Klasse „Semi-Cama“ gebucht hatten. In dieser Klasse kann man seinen Stuhl recht gut nach hinten klappen und es gibt auch eine Möglichkeit einen Fußhalter vom Sitz des Vordermannes herunter zu klappen, so dass man seine Füße bequem ablegen kann. Die höheren Klassen „Cama“ und „Couch-Cama“ haben noch bequemere Sitze und lassen sich teilweise sogar ganz flach machen. Generell ist es hier so, dass die meisten Langstreckenbusse Doppeldecker sind, welche zwei verschiedene Klassen in einem Bus abdecken. Auch ist bei Langstrecken eine gewisse Verpflegung mit dabei, d.h. man bekommt etwas zu trinken und zu Essen. Ein Vier-Gänge-Menü bekommt man freilich nicht, aber man hat wenigstens etwas in dem Magen.

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Die Busfahrt nach Rio Gallegos dauert nur ca. 4 Stunden und ist wie im Flug vergangen, da ich in kürzester Zeit eingeschlafen bin. Dies war die erste Nacht im Bus und es sollten noch einige folgen.

Von Rio Gallegos ging die Fahrt dann weiter nach Comodoro Rivadavia. Auf dieser Fahrt hatten wir das Glück die vorderen Fensterplätze in unserem Doppeldecker-Bus zu bekommen, d.h. wir hatten die beste Aussicht auf die Umgebung. Wir sind hier die ganze Zeit durch weitläufiges und meist sehr flaches Gelände gefahren…durch die Pampa halt.

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In Comodoro Rivadavia sind wir nach etwa 12 Fahrt angekommen und mussten hier auf den Bahnhof auf unseren nächsten Bus warten, der uns bis Bariloche bringen sollten. So gegen 23 Uhr ist dieser Bus dann auch abgefahren und hat uns um 13:30Uhr am nächsten Tag in Bariloche abgesetzt. Dies war die zweite Nacht in einem Bus.

Auf dieser Strecke hat sich nun die Landschaft entscheidend verändert. Je höher wir in den Norden kamen, desto mehr Vegetation kam zum Vorschein. Aus den dürren Steppen den Südens wurden in der Gegend von Bariloche dichte Wälder und aus dem Flachland sind wir in hügliges Land gefahren.

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Nach nur einer Stunde Wartezeit ging es dann um 14:30 Uhr von Bariloche weiter über die Grenze nach Osorno in Chile, wo wir gegen 20 Uhr angekommen sind. Auf der Grenze nach Chile wurde uns wieder bewusst, wie streng die Grenzübergänge nach Chile eigentlich sind. Alle Passagiere mussten ihre Gepäckstücke auspacken und sie durch einen Scanner laufen lassen. Auch hatte die Chilenische Grenzpolizei einen Spürhund im Einsatz, welcher an allen Taschen gerochen hat, um Obst,m Fleisch oder andere für den Import nach Chile verbotene Produkte ausfindig zu machen.

Die Landschaft hat sich auf der Strecke auch wieder entscheidend verändert. Da wir über einen Pass fahren mussten, hatten wir oben sogar dicken Schnee am Straßenrand. Auch wurden die Wälder immer dichter.

Kaum in Osorno angekommen wurden wir von geschäftigen Tee- und Kaffee-Verkäufern begrüßt, welche in einem Bauchladen die Getränke verkaufen.

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Die dritte Nacht im Bus verbrachten wir nun von Osorno nach Santiago den Chile. Der Bus verließ Osorno so gegen 22 Uhr und ist um 9:15 am nächsten Morgen in Santiago de Chile angekommen, also eine dritte Nacht in Folge im Bus. 10 Minuten vor der geplanten Ankunft hatten wir eine kleine Panne am Bus, so dass dieser erst mal 15 Minuten nicht weiter fahren konnte. Die fleißigen Mitarbeiter konnten die Panne aber beseitigen, so dass wir gut im Santiago Busterminal angekommen sind.

 

Jetzt galt es erst mal die Weiterfahrt nach Calama zu organisieren. Nach einiger Suche hat Sepp ein Busunternehmen gefunden, welches noch am selben Tag nach Calama fuhr und Platz hatte. So haben wir bis 14:15 Uhr einige Zeit in dem Busterminal in Santiago de Chile verbracht und sind dann kurz vor Abfahrt in den Bus gesessen.

Die Fahrt von Santiago de Chile nach Calama sollte mit ca. 22 Stunden unsere längste werden und wir werden hier unsere vierte Nacht in Folge im Bus verbringen. Die Landschaft wurde auf dieser Fahrt immer karger, so dass wir bei Sonnenaufgang am nächsten Tag mitten in der Wüste waren.

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In Calama haben wir uns dann nach einem Bus umgehört, welcher nach San Pedro de Atacama fährt. Wir hatten Glück und konnten nach ca. zwei Stunden Wartezeit mit dem Bus mitfahren. Wir sind mit dem Bus nun von der Küste auf ca. 2.200m Höhe gefahren und haben dabei auch Pässe überqueren müssen, welche teilweise noch höher waren. Auch sind wir auf dieser Strecke an einigen aufgeschütteten Bergen vorbei gefahren.

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So, nun sind wir nach vier Nächten im Bus gut in San Pedro de Atacama angekommen und werden morgen gleich bei Colque Tours, einen von Sepps Bekanntschaften, die Tour nach Bolivien starten. Darüber gibt es dann aber einen eigenen Bericht.

Abschließend muss ich sagen, dass die Busse hier in Südamerika wirklich super sind! Obwohl wir immer die günstigste Klasse (Semi-Cama) gebucht haben, hatten wir nie Probleme mit den Sitzen oder dem Platz. Ich habe in den Bussen in den Nächten immer sehr gut geschlafen und die Sitze wurden auch nach 22 Stunden nicht unbequem! Die europäischen Busunternehmen sollten sich davon mal eine Scheibe abschneiden.. achja.. alle Busse, mit welchen wir gefahren sind, waren Mercedes-Busse.

Viele Grüße,

Sepp und Sigi

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Perito Moreno Gletscher

Nach unserem Trip in den Torres del Paine Nationalpark haben wir uns am nächsten Tag auf nach El Calafate in Argentinien gemacht um dort den Perito Moreno Gletscher zu besuchen. Da wir direkt von dort aus weiter fahren wollen haben wir den normalen Bus genommen und keine Tour, welche auch von unserem Hostel angeboten wurde. Nach 5 Stunden Busfahrt kamen wir dann in El Calafate an.

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Da wir am Abend gleich weiter mit dem Bus in Richtung Norden wollten,  sollten wir die nächste Möglichkeit ergreifen hin zum 80km entfernten Gletscher und zurück zu kommen. Die üblichen Touri-Busse fahren aber leider nur morgens und kommen auch nur abends wieder zurück. Also haben wir vom Bahnhof ein Taxi genommen welches und dort hin gebracht, dort eine Stunde gewartet und uns wieder zum Bahnhof gebracht hat. Verwunderlicher Weise hat das ganze nur etwa 20€ mehr gekostet, als wenn wir die normalen Touri-Busse genommen hätten.

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Gruß vom Perito Moreno Gletscher Sigi
Gruß vom Perito Moreno Gletscher Sepp

Nach der Rückkehr am Busbahnhof mussten wir jetzt ca. 9 Stunden auf unseren nächsten Bus warten, da dieser erst um 3 Uhr nachts losfährt… die Zeit ist aber auch gut vergangen 🙂

Sodele, über die Fahrt berichte ich sobald wir im Norden von Chile sind.. Im Moment sitzen wir im Bus und bei der nächsten Möglichkeit werde ich diesen Bericht ins Netz stellen.

Viele Grüße von den Straßen Argentiniens und Chiles von Sepp und Sigi.

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Vier Tage im Torres del Paine Nationalpark

Hallo zusammen,

heute sind wir nach vier ereignisreichen Tagen aus dem Torres del Paine Nationalpark gesund munter zurück gekommen. Wir haben dort sehr schöne Tage verbracht und zwei der drei Hauptattraktionen besucht, die Torres und den Grey Gletscher.

Am ersten Tag sind wir früh morgens um 7:30 Uhr *gääähn* von einem Bus hier im Hostel abgeholt worden und wir waren so gegen 10 Uhr im Nationalpark. Bis wir zum Campingplatz gebracht worden sind und das Zelt aufgebaut war sind weitere zwei Stunden vergangen, so dass wir ca. um 12 Uhr den dreistündigen Anstieg zum Torres del Paine Aussichtspunkt bei schönste Wetter und wolkenlosem Himmel in Angriff genommen haben.

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Uns angeschlossen hat sich auch eine junge Israelitin, welcher Sepp den Rucksack mit Essen und Wasser abgenommen hat. Bei der Gelegenheit habe wir uns auch was zu Essen ihren Rucksack getan. Auf dem Weg nach oben haben sich uns dann noch ein Chileno aus Santiago und eine Amerikanerin angeschlossen. Wir sind also in einem fünfer-Gespann über steile Hänge, reißende Bäche und große Steinfelder immer höher gestiegen, bis wir dann nach ca. 3 Stunden Gehzeit den Bilck auf die Torres genießen konnten.

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Grüße von den Torres del Paine

Den Abstieg haben wir anschließend auch schnell bewältigt und so waren wir so gegen 19:30 Uhr zurück am Zeltplatz. Gerade noch rechtzeitig bevor es Nacht wurde…

Die folgende Nacht war die kälteste, welche wir bisher auf der Reise erlebt haben.. schätzungsweise -8°C. Dafür hatten wir aber einen wunderschönen Sternenhimmel, an welchem man die verschiedenen Sternbilder an ungewohnten Stellen entdecken konnte. Auch war das Kreuz des Südens direkt über uns sehr deutlich sichtbar.

Am nächsten Tag stand nun unsere längste Etappe auf dem Plan.. ein Marsch über ca 25km entlang an dem Gebirgsmassiv des Nationalparks, vorbei den Cuernos del Paine bis hin zum Lago Pehoe, von wo wir am dritten Tag die Tour zum Grey Gletscher starten wollten.

Auf dem Weg sind wir über steinige Hänge, an Seen entlang und durch Wälder gegangen.

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Nach einem ziemlich anstrengenden Tag sind wir so gegen 19Uhr am Camping beim Lago Pehoe angekommen, wo wir unser Zelt aufgeschlagen haben. Hier befinden wir uns nun in einer Windzone, in welscher nicht selten mit Winde mit Geschwindigkeiten um die 100km/h durchpeitschen. Das Zelt wurde also so gut wie möglich angespannt und gesichert, obwohl es im Moment noch windstill war. Super an dem Campingplatz ist, dass es ein eigenes Haus, in welchem gekocht werden kann. Auch sollte man hier sämtliche Lebensmittel lagern, welche man mit sich führt, denn in der Gegend um den Campingplatz herrscht eine akute Mäuse-Plage. Die können wir beide bestätigen, denn in der Nacht haben wir eine recht hohe Anzahl kleiner Nager an unserem Zelt vorbeihuschen hören. Da wir keine Lebensmittel im Zelt hatten hat das Zelt zum Glück kein Loch abbekommen und wir hatten soweit wir wissen keine Besucher im Zelt während wir schliefen 🙂

Am nächsten Tag stand nun eine Tour zum Grey Gletscher auf dem Programm. Einfacher Weg 3,5 Stunden, also mussten 7 Stunden eingeplant werden. Die Tour führte wieder zum Großteil durch Wald und Büsche. Einige male kamen wir aber auch an Stellen, wo wir einen freien Blick auf den Lago Grey und später auch auf den Grey Gletscher hatten. Hier gab es immer sehr starken und kalten Wind, welcher einen leicht umpustet, wenn man nicht stabil steht. Der Wind ist an vielen Stellen so stark, dass sie Bäume und Sträucher in die Richtung des Windes wachsen. Nur an geschützten Stellen gibt es hier gerade wachsenden Bäume… alle anderen beugen sich mit dem wind und wachsen auch in die Richtung.

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Grüße vom Grey Gletscher – Sigi
Grüße vom Grey Gletscher – Sepp

Nach einem recht schnellen Abstieg haben wir uns mal wieder was zum Essen gekocht (wieder Suppe mit Nudeln…*g*) und ein schönes Abendessen gehabt. Dort haben wir auch Jose Herrera, einen Guide des Nobel-Hotels Explora am Lago Pehoe, kennengelernt. Er hatte gerade ein paar Tage frei und hat in seiner Freizeit eine neue Route durch das Gebirgsmassiv des Nationalparks gesucht und gefunden. Ein sehr freundlicher und aufgeschlossener Typ, falls jemand sich den Luxus gönnt und die 1.000€ pro Person und pro Nacht im Doppelzimmer ausgeben will, unbedingt nach diesem Guide fragen. Er wird euch die schönsten Stellen abseits des üblichen Wege im Torrs del Paine Nationalpark zeigen können.

In der nächsten Nacht haben wir zum ersten mal auf dem Campingplatz die berüchtigte Winde und den Regen zu spüren bekommen. Alles ist aber ohne Probleme verlaufen und wir haben dann heute morgen mit dem Catamaran den Lago Pehoe überquert und sind mit dem Bus zurück nach Puerto Natales gekommen.

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So.. und da sind wir dann wieder zurück in unserem Hostel in Puero Natales und sitzen auf dem Zimmer, beantworten Mail, chatten mit der Familie und aktualisieren den Blog.

Wenn alles gut geht können wir morgen zum Gletscher Perito Moreno und dort die 80m hohe Abbruchkante bewundern.

In den nächsten Tagen werden wir uns dann auch auf den Weg in Norden machen und unseren ersten Teil hier im Süden abschließen. Da ein Flug hoch ca. 300€ kostet haben wir uns entschlossen mit dem Bus die Reise anzutreten. Das dauert dann zwar ca. zwei Tage, aber so sehen wir alle Klimazonen von Chile an uns vorbeiziehen.

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Tour in Richtung Dientes de Navarino

Hallo zusammen,

da wir heute wieder einen etwas schnelleren Internetzugang haben, gibt es wieder ein Update für euch.

Am Samstag letzte Woche sind wir von Puerto Williams aus in die „Dientes de Navarino“, einer Gebirgskette auf der Isle de Navarino, bei schönstem Sonnenschein und klarem Himmel losgezogen. Ausgerüstet mit Zelt und Verpflegung für mind. 4 Tage waren wir gut vorbereitet und konnten uns in das Abenteuer stürzen.

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Die ersten Stunden ging es durch einen Wald recht steil bergauf, was mit einem ca. 17kg schweren Rucksack noch anstrengender als sowieso schon ist. Den Weg haben wir leicht gefunden, da sich uns in Puerto Williams zwei Hunde angeschlossen haben, welche sich als Fährtenhunde sehr bewährt haben. Wir sind also schnellstmöglich hinterher und haben nach einer Weile die Baumgrenze überschritten und einen herrlichen Blick auf den Beagle Kanal und die umliegenden Berge genießen können. Wenige Schritte später befanden wir uns auf dem Cerro Bandera.

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Grüße vom Cerro Bandera Sigi
Grüße vom Cerro Bandera Sepp

Hier oben gibt es eine Art Hochplateau, auf welchem der Weg relativ flach weiter in Richtung der Dientes de Navarino führt. Der heftige Wind hier oben hat das Laufen allerdings etwas erschwert und wir mussten aufpassen nicht umgepustet zu werden 🙂

Je näher wir den Bergen kamen, desto kälter wurde es. Hin und wieder mussten wir durch kleine Schneefelder laufen.

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Da wir schon hier oben waren sind wir auf einen ca. 870m hohen namenlosen Berg gestiegen und haben hier einen Spanier und einen Italiener getroffen, welche für Filmaufnahmen hier her gekommen sind. Die Aussicht war wirklich schön und die Anstrengungen der letzten Stunden hatten sich gelohnt.

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Nun sollte aber noch das anstrengendste Stück auf uns zukommen… der weitere Weg zum ersten Camp verlief nun an einem steilen Berghang entlang auf einem Pfad, welcher kaum zu erkennen war und nicht selten mussten auch Schneefelder überquert werden, welche keinen besonders guten Halt gaben. Mehrere Stunden ging es so weiter bis wir schlussendlich über ein steiles Geröllfeld ohne erkennbaren Pfad so gegen 17:30 zu unserem Camp absteigen konnten. Wir waren beide heil froh dass wir diesen Weg gut überstanden hatten. Nach dem Aufbau des Zeltes und einer heißen Suppe haben wir uns aufs Ohr gelegt und sind eingeschlafen.

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In der Nacht hat der Wind ganz schön am Zelt gerüttelt aber es hat gehalten. Auch sind die Temperaturen gefallen und Wolken sind aufgezogen. Nach einem ausführlichen Frühstück und einer kurzen Besprechung sind wir ohne Gepäck ein bischen höher gestiegen, dann aber beim nächsten Pass umgekehrt, da dieser schon komplett in den Wolken lag. Der Blick über den Pass auf die Inseln von Kap Horn blieb uns also leider verwehrt.

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Also schnell durch ein steiles Gebirgsflüsslein absteigen, das Zelt zusammenpacken und auf einem anderen Weg in Richtung Tal laufen. Diesmal haben wir uns für den Weg durch Wiesen und später durch den Wald entschieden, da wir hier besser vor Schnee und Regen geschützt waren. Allerdings hat dieser Weg andere Tücken gehabt 🙂

Einen Waldweg in dem Sinne gab es nicht. Lediglich eine Markierung an den Bäumen und ein mehr oder minder ausgetretener Pfad sollte den Weg anzeigen. Da der Wald aber wirklich sehr wild ist, überall Bäume herum liegen und der Weg voll tückischer Schlammgruben ist (ein mal bin ich bis zum Knie eingesunken*g*), würde ich auch diesen Weg nicht als „einfach“ bezeichnen.

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Gegen Nachmittag haben wir dann ein schönes Plätzchen am Fluss für unser Zelt gefunden und dort unser Lager für die nächsten zwei Tage aufgeschlagen.

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In der Nacht sind die Temperaturen noch weiter gefallen, so dass wir Schneefall hatten und sich Eiskristalle gebildet hatten. Dank der Schlafsäcke mussten wir aber nicht frieren 🙂 Nach einem ausgiebigen Frühstück ist Sepp alleine in die Stadt gegangen um seinen Akku für die Videocam aufzuladen und ich hab den nassen und kalten Tag in meinem gemütlichen Schlafsack verpennt 🙂

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Am nächsten Tag folgte dann der Abstieg weiter durch den (Ur-)Wald.

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Zurück in der Zivilisation in Puerto Williams mussten wir erst mal unsere Sachen trocknen… in den vier Tagen ist so ziemlich fast alles nass geworden was wir dabei hatten. Zum Glück hat es der Laptop überlebt 🙂

Und so ging unsere erste Tour in die Wildnis von Feuerland bzw. der Isla Navarino gut aus und wir sind froh wieder im Warmen zu sein :).

Heute sind wir mim Flieger von Puerto Williams nach Punta Arenas geflogen und haben von dort den Bus nach Puerto Natales genommen. Hier befinden wir uns gerade und werden morgen in den Torres del Paine Nationalpark gehen. Die Tour wird wieder ca. 4 Tage dauern, d.h. ihr werdet ein paar Tage auf Updates warten müssen. Diese kommen aber bestimmt 🙂

Viele Grüße aus Puerto Natales, Sepp und Sigi!

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Anreise nach Puerto Williams

Heute stand für uns die Anreise nach Puerto Williams auf dem Programm. Nach dem Checkout um 10Uhr wollten wir uns um eine Überfahrt kümmern und wir hatten Glück. Normalerweise geht das einzige Schiff auf die Insel Navarino um 9:30 morgens. Da wir aber Schnee und Sturm hatten, wurde das Schiff auf 15:30 Uhr verschoben. Wir haben den Vor- Mittag damit verbracht durch die Stadt zu bummeln. Sepp hat sich ein paar Bücher angeschaut (und auch interessante gefunden) und ich war am Hafen und habe mir Ushuaia angesehen.

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Um 15:30 Uhr haben wir dann unser Gepäck abgegeben, haben die Grenzformalitäten erledigt und sind dann so gegen 16 Uhr in das Boot gestiegen.

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Die Überfahrt war einfach nur super… ihr müsst euch vorstellen, das Boot hatte 4 Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder, also ein schönes kleines Schlauchboot 🙂 Mit diesem Boot haben wir dann die Überfahrt auf die Insel Navarino gestartet, welche ca 40 Minuten gedauert hat. Anfangs war alles ruhig und wir sind die ersten Minuten schön vor uns her getuckert. Also wir aber langsam in den Kanal hinein kamen, wurden die Wellen größer (ich schätze die Größte war ca. 2 m hoch vom Tal bin in die Spitze) und das Boot ist nur so über die Wellen gehüpft 🙂 Adrenalin pur… Gekippt sind wir nicht, aber der Adrenalinspiegel war auch schon so ziemlich hoch 🙂

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Auf der Überfahrt waren noch zwei Leute dabei, der Buchautor und Filmemacher Kim MacQuerrie und seine Kollegin Ciara Byrne. Mit ihnen wurden wir dann auch gemeinsam mit einem Kleinbus nach Puerto Williams gebracht. Hier wurde uns zwar ein Hostel empfohlen (Hostel de Capo de Hornos in Puerto Williams), welches sich aber als schlecht herausstellte (keine Heizung auf dem Zimmer…). Zum Glück war Kim informiert und so sind wir in ein anderes Hostel gezogen. Hier sind wir bei einer vierköpfigen Familie sehr freundlich alle vier aufgenommen worden. Wir wurden auch gleich zum Kaffee eingeladen und dank Kim, welcher flüssig Spanisch spricht, kamen sehr gute Unterhaltungen am Tisch zusammen. Nach ca. einer Stunde sind wir dann mit Kim und seiner Kollegin in ein Restaurant um die Ecke gegangen um was zu Essen. Auch hier kamen wieder sehr schöne und unterhaltsame Unterhaltungen auf 🙂

Morgen früh werden wir mal schauen, wann und wie wir von der Insel wieder runter kommen. Eigentlich wollten wir das Schiff am SA morgen nach Punta Arenas nehmen, was aber laut Infos von Kim flach fällt, da das Schiff ein mal im Monat Gas transportiert und deswegen keine Passagiere mitnehmen kann. Aber genaueres erfahren wir dann morgen. Es besteht auch noch die Möglichkeit per Flugzeug weg zu kommen, was aber sicherlich wieder einiges kosten wird.. wir schauen einfach mal. Sonst bleiben wir hier bis nächsten SA, was auch nicht unbedingt schlecht ist. Die Insel ist wirklich schön, viele niedrige Bäume, Gräser und generell ist sie sehr wild und einsam. Ich denke hier sind im Moment fast keine anderen Touristen 🙂

Also dann, wir gehen dann mal schlafen (haben 0:25 Uhr hier). Viele Grüße nach Deutschland aus der südlichsten Siedlung der Welt!

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